Lessons to be learned

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Lessons to be learned

Wenn man bei mir vor ca.1 Stunde einen Stresstest gemacht hätte, wäre mein Adrenalinspiegel in ungeahnten Höhen gewesen.

Diese Mistsocke, dieser blöde Köter, dieses kroatische Ungeheuer hat es mal wieder geschafft. Die Rede ist von Manu, Cleo folgt dem aber auf dem Fuße.

Manu ist ja bekannt als leidenschaftlicher Jäger. Mal mehr, mal weniger. Immer muß ich diese Töle im Blick haben. Passe ich mal nur einen Moment nicht auf, nutzt sie das schamlos und ist weg. Vorhin hat sie dem aber mal wieder die Krone aufgesetzt. Wir stehen schon vor der Tür, der Weg vom Auto bis dahin beträgt vielleicht 10m. Vor der Tür angekommen hole ich den Schlüssel aus der Tasche, schließe auf und…. höre Gerd laut Manus Namen rufen. Oder besser schreien. Da hat doch dieser Teufel auf 4 Pfoten diesen kurzen Moment genutzt und ist abgehauen. Was das Ziel ihrer Begierde war haben wir nicht gesehen. Von Ferne hören wir ihr bekanntes Jagdbellen und das wird immer leiser. Und zu allem Überfluss ist Cleo wohl gleich hinterher, die ist nämlich auch verschwunden.

Mein Blut kocht. Obwohl ich weiß, dass es völlig sinnbefreit ist, benutze ich die Pfeife. Gestern noch trainiert mit überragendem Erfolg. In solchen Situationen absolut sinnlos, weil die Köter das nicht hören (wollen).

Mir bleibt nichts anderes übrig, als auf die Rückkehr dieser Ausgeburten der Hölle zu warten. Mein Adrenalinspiegel steigt, ich bin dermaßen sauer, das riecht Hund meilenweit gegen den Wind. Und genauso ist es. Ich entdecke das Pack in einiger Entfernung im Wald. Vorneweg Manu, Cleo entdecke ich erst ein wenig später. Stelle mich hinter einen Baum, damit sie mich nicht sofort entdecken. Aber wie oben bereits geschrieben – sie sehen mich nicht, riechen mich aber. Ungefähr 5m vor dem Baum bleibt Manu stehen. Gefahr ist im Verzug. Sie zieht ihre bekannte Waffe und grinst mich an. Meistens klappt das, ich muss lachen und die Strafe bleibt aus. HEUTE NICHT!

Mann, gab das einen Ärger. Ich habe Manu gepackt und am Hals zum Haus gezogen. Auf den Hinterpfoten balancierend, nicht ohne Gegenwehr, muss sie wohl oder übel mit mir mit. Mein Griff lockert sich nicht, auch nicht bei ihren durchdringenden Schreien. Man könnte meinen, sie würde geschlachtet. Ich zerre sie also ins Haus, zwinge diesen -mir gehen jetzt die Schimpfwörter aus- Köter auf seine Decke. Unsanft, soviel kann ich sagen. Und dann folgt Cleo. Ihre stattlichen 70cm Schulterhöhe sind in den letzten Minuten geschrumpft, sie ist kaum größer als Daphne, und sie mißt nicht mal 50cm.

Und was lehrt mich das? Ein ehemaliger Hundetrainer hat mir mal gesagt „vertrau‘ deinem Hund“. Er ist zwar nicht deswegen ein Extrainer, aber heute möchte ich mal was hinterherschicken. Von wegen vertrau‘ deinem Hund. Drauf geschissen, jetzt ist es raus. Das wollte ich übrigens damals schon sagen :-).

Manu ist ein gewieftes Biest und mir anscheinend haushoch überlegen. Sie checkt genau, wann ich unaufmerksam bin. Und dafür hasse ich mich. Immer und immer und immer wieder falle ich auf dieses Fellungetüm herein. Und was lerne ich daraus: Vertrauen ist gut, Leine ist besser. Lesson learned.

By | 2018-03-08T17:33:40+00:00 März 8th, 2018|Tagebuch|3 Comments

3 Comments

  1. Claudia 8. März 2018 at 18:41 - Reply

    Sorry , aber wieder eine schöne Abendlektüre dank deiner Rasselbande und dir natürlich .

  2. Helmut 9. März 2018 at 6:40 - Reply

    Ich liebe deine Hunde……..weil ich selbst schon immer auch sone hatte.
    Ausgebufft und charmant eben.

  3. michaela 10. März 2018 at 12:57 - Reply

    Ich liebe dich, deine misttölenkommentare und natürlich deine gut bis super erzogenen traumhunde……

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