Django, unser Unglücksrabe

/, Tagebuch, Vermittlung/Django, unser Unglücksrabe

Django, unser Unglücksrabe

Heute, 04.02.2017, musste ich Django abholen. Die Menschen, die ihm im Dezember ein neues Zuhause gegeben haben (oder geben wollten), wollen ihn nicht mehr. Bei den Abgabegründen war von seiner fehlenden Leinenführigkeit bis hin zur Leinenaggression, physischen und psychischen Gründen (der Halterin, nicht von Django), von immer noch vorhandener Trauer über den zuletzt verstorbenen Hund alles dabei. Waren die Berichte und Telefonate in den ersten Wochen noch völlig euphorisch, erreichte mich 5 Tage nach dem letzten, das Leben mit Django in den Himmel hebend, erfolgten Bericht die Nachricht, das Django wegen der oben bereits erwähnten Gründe nicht bleiben kann.

Django ist nun also seit einigen Stunden hier. Ich habe ihn Daphne, Manu und Cleo vorgestellt. Daphne findet ihn blöd (aber Daphne findet mit Ausnahme von ihrer grossen Liebe Gerd sowieso immer alles blöd), Cleo zeigt ihre Führungsqualitäten und begegnet ihm mit liebevoller Freundlichkeit und Manu tobt draussen wie wild mit ihm herum. Letzteres überrascht mich so gar nicht, genau damit habe ich gerechnet. Django zeigt sich in diesem wilden Spiel sehr aktiv, clever und körperbetont, teilweise ist unsere Manu damit etwas überfordert. Als es mir dann auch zu wild wurde habe ich das unterbrochen, was Django ohne weitere Nachfragen akzeptiert hat.

Django hatte bei seiner Ankunft etwas Durchfall, daher gab es für ihn Reis mit Hüttenkäse, das wurde problemlos neben unseren Damen gefressen. Und zu meiner Überraschung ist Django nun freiwillig in seine Box gegangen und schläft.

Gerd merkt gerade an „ist das der Hund, der über Tische und Bänke geht – dann hast du eindeutig den falschen Hund mitgebracht“. Ich lese gleich mal seinen Chip aus, sicher ist sicher 🙂

Sofort nach seiner Ankunft sind wir mit Django losmarschiert. Laut Bericht der Vorbesitzer zeigt er sich draussen ausgesprochen aggressiv gegen Menschen, Kinder, Kinderwagen, Fahrräder. Und natürlich gegen andere Hunde. Er sei kaum zu halten, mit ihm rauszugehen sei nicht möglich. OK, er zieht wie Bolle an der Leine, nimmt Korrekturen aber an und ist recht leicht zu beeindrucken. Und zumindest bei unseren Spaziergängen zeigt er keinerlei Interesse an Kinderwagen, anderen Menschen, Fahrrädern und auch rappelnde Einkaufswagen lassen ihn völlig kalt.

Was soll ich jetzt dazu schreiben? Ich glaube, ich kann schon recht gut mit Hunden umgehen, aber ich bin kein Guru und lerne täglich dazu. Und mir ist natürlich klar, dass ein Hund in neuer Umgebung erst einmal angepasst reagiert und die Schwächen auslotet, um diese dann gnadenlos für sich auszunutzen. So wird das auch bei Django sein, keine Frage. Aber ich möchte es jetzt mal so beschreiben: Sicher muß mit Django gearbeitet werden, er braucht Grenzen und vor allem jemanden, der ihm Ruhe und Sicherheit vermittelt. Und jemanden, der die Geduld und die bedingungslose Liebe zu diesem kleinen Kerl aufbringt. Dann bekommt er diese Liebe garantiert zurück.

Django wird morgen in eine Pension wechseln. So leid es mir tut, aber Gerd hat mir nach Einzug von Cleo das Versprechen abgerungen, das es hier keinen  4. Hund geben wird. Auch nicht als Pflegestelle.

Diese Pension wird von 2 Frauen geleitet, die eine fundierte Ausbildung absolviert haben. Eine von ihnen ist Canis Absolventin und ich bin ja nun mal ein grosser Canis Fan. Deswegen setze ich alle meine Hoffnungen in sie und sende Stoßgebete, das der kleine Django mit ihrer Hilfe sein wirklich endgültiges Zuhause findet. Die Pension ist ziemlich weit weg, wir werden Django morgen dorthin bringen. Auf mich warten also knappe 500km Autofahrt. Drückt uns die Daumen, das unsere Pläne aufgehen.

Und vielleicht wollen Sie uns bei den Kosten etwas unter die Arme greifen und dabei helfen, Django seinen Weg in ein glückliches Leben zu ebnen. Darüber freue ich mich dann sehr. Über das Kontaktformular können Sie sich problemlos mit mir in Verbindung setzen und ich nenne Ihnen die Kontonummer des Vereins meines Vertrauens. Die Gemeinnützigkeit ist vorhanden, Spendenquittungen werden selbstverständlich ausgestellt. (ab einer Summe von mehr als € 200,00, für Beträge darunter reicht dem Finanzamt der Überweisungsbeleg). Liest sich jetzt blöd, ich möchte damit nicht sagen, dass wir solch große Summen erwarten. Aber der Bürokram nimmt viel Zeit in Anspruch, die wir lieber unseren Tieren widmen.

Und zum Abschluss  schwöre ich, dass ich Django kein Beruhigungsmittel unter seinen Reis gemischt habe:-).

 

By | 2017-02-04T21:31:01+00:00 Februar 4th, 2017|Rüden, Tagebuch, Vermittlung|1 Comment

One Comment

  1. Marion Itjeshorst 5. Februar 2017 at 18:42 - Reply

    Django bleibt in Meerbusch und kann hier sehr gerne besucht werden. Er ist ein wirklich süßer Hund, ganz klar ein Terrier mit allen Vor- und Nachteilen. Im Haus völlig unauffällig, wachsam, stubenrein.

Leave A Comment

News abonnieren

Gib deine E-Mail-Adresse für das Abonnieren unseres Newsletters an.

Neuste Kommentare